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Newsletter Februar 2018

Liebe Imkerkollegin,
lieber Imkerkollege,

VIS-Meldung

Im Jahr 2016 wurden von Österreich 354.080 Bienenvölker an die Europäische Kommission in Brüssel gemeldet. Daraus errechnete sich eine Fördersumme von zirka 1,7 Millionen Euro, wovon die Hälfte aus Brüssel und der Rest aus nationalen Mitteln kommt. Zum Stichtag 31. Oktober 2017 wurden jedoch lediglich 201.860 Bienenvölker Ins VIS gemeldet. Wenn diese Zahlen nach Brüssel gemeldet werden, bedeutet das eine Halbierung der Fördersumme. Welche Förderung soll dann gestrichen werden? Welche Maßnahme ist dann so wichtig, dass sie weiterhin gefördert wird. Für die Honig-Gütesiegel-Untersuchung ist derzeit ein Selbstbehalt von lediglich € 16,- zu bezahlen. Fällt die Förderung weg, kostet die Untersuchung das 4-fache! Bei Rückstandsuntersuchungen geht es dann richtig schön ins Geld. Futterkranzproben werden unerschwinglich. Wie sieht es mit der Neueinsteigerförderung aus? Was bleibt bei der Kleingeräteförderung über?

Wir müssen unabhängig davon, ob es Veränderungen gegeben hat, oder nicht, unsere Völkerzahlen zu den Stichtagen 30. April und 31. Oktober ans VIS melden. Dafür haben wir jeweils 2 Monate Zeit. Verstöße gegen die Bestimmungen der Tierkennzeichnungs- und Registrierungsverordnung 2009 werden nach § 63 Tierseuchengesetz als Verwaltungsübertretung geahndet. Es drohen Geldstrafen bis zu € 4.360,-.

Beim Faulbrutfall 2017 im Prater mussten 40 Bienenstände, mit insgesamt ein paar hundert Völkern untersucht werden. Einige Bienenstände waren nicht gemeldet. Wie kommt der Sachverständige dazu, mühsam die Standorte und deren Besitzer zu recherchieren? Ist es nicht klüger, wenn schon ein Seuchenfall auftritt, dass dieser rasch und gründlich beseitigt werden kann? In einigen Gebieten in Österreich ist die Faulbrut einfach nicht weg zu bekommen. Ständig flackert sie wieder auf. Schuld daran sind Imker, die sich nicht melden und ihre Völker irgendwo aufgestellt haben, wovon niemand etwas weiß.

Die Statistik Austria hat die Meldefrist 31. Oktober 2017 ausnahmsweise bis 28. Februar 2018 verlängert. Bitte liebe Imkerin, lieber Imker, nehmt diese Gelegenheit zur Nachmeldung unbedingt wahr. Wir ersparen uns dadurch alle sehr viel Ärger. In den Vereinen findet sich sicher jemand, der gegebenenfalls Hilfestellung anbietet.

Völkermeldung

Das Wiener Bienenzuchtgesetz und die Statuten des Landesverbandes für Bienenzucht in Wien schreiben vor, dass die Völker bis zum 31. März bei der Wiener Landwirtschaftskammer und beim Wiener Landesverband gemeldet werden müssen. Das betrifft alle Imker, die Mitglied in einem Wiener Bienenzuchtverein gemeldet sind. Von Imkern, die ihre Völker nicht in Wien stehen haben, genügt als Aufstellungsort das Bundesland. Um diese Meldungen zu erleichtern, hat der Landesverband eine Mailadresse eingerichtet, über welche die Meldung gemacht werden kann. (http://tinyurl.com/zprxwva) Der Landesverband übernimmt dann die Meldung an die Landwirtschaftskammer. Eure Informationen werden selbstverständlich vertraulich behandelt!

Veranstaltungen

Wir im Vorstand des Landesverbandes haben uns überlegt, rund um die Generalversammlung am 17. Februar 2018, im Schutzhaus am Neugebäude, einen Landesimkertag zu gestalten. Der Tag beginnt mit einer Varroaschulung durch Ing. Josef Niklas. Dafür ist jedoch eine Anmeldung über www.imkerschule-wien.at/kursanmeldung notwendig, damit Kollege Niklas genügend Zertifikate vorbereiten kann.

Pünktlich um 13:30 Uhr wollen wir dann mit der Generalversammlung starten, damit wir für den letzten Punkt der Veranstaltung ausreichend Zeit haben.

Im Anschluss an die Generalversammlung kommt Frau MA Renate Frank aus Deutschland zu uns und wird uns einen Vortrag zum Thema Gesund, Schlank und Fit mit Honig – Honigirrtümern auf der Spur halten. Renate Frank ist Ernährungswissenschaftlerin und die Expertin in Sachen Honig.

Kurse an der Imkerschule Wien

Mag. Dr. Michael Rubinigg, Biologe und Imker, führt uns am 9. Februar von 14:00 bis 18:00 Uhr in die Welt der Wildbienen ein. Ökologie, Lebensweise, wirtschaftliche Nutzung und Ansiedelung heimischer Wildbienen. Praxisbeispiele von Nisthilfen, Anleitung zum Bau von sogenannten ‚Bienenhotels‘.
Helfen wir Imker nicht nur unseren Honigbienen, sondern tragen wir dazu bei, dass auch die Wildbienen mit ihren vielen unterschiedlichen Lebensräumen und Nahrungsbedürfnissen ebenfalls gute Überlebenschancen haben.

Mag. Kathi Hischenhuber, Biologin, die sehr viel Erfahrung mit Kinderführungen im Nationalpark Lobau hat und selbst Imkerin ist, hält am 17. März von 9:00 bis 17:00 Uhr den Kurs Kinder zu Besuch beim Imker ab. Wie können Themen wie die Organisation im Honigbienenvolk, die Bestäubung oder die Vielfalt der Wildbienen kurzweilig und attraktiv Kindern nähergebracht werden? Praxisnah werden die Planung von Bienenprogrammen sowie Spiele und Übungen für Gruppen unterschiedlichen Alters vorgestellt. Auch auf das richtige Verhalten im ‚Stichfall‘ bei Kindern wird eingegangen.

Anmeldung bitte über www.imkerschule-wien.at/kursanmeldung

Ich hoffe, wir sehen uns beim Landesimkertag!

Herzliche Grüße
Albert Schittenhelm – Präsident
Landesverband für Bienenzucht  in Wien

Arbeiterstrandbadstraße 122B
1220 Wien
fon:   +43 676 6969159