Das Gesundheitsreferat des Landesverbandes befasst sich mit der Förderung und Sicherung der Bienengesundheit im Sinne des One-Health-Ansatzes, der die enge Verknüpfung zwischen Tiergesundheit, Umwelt und menschlichem Wohlbefinden berücksichtigt. Im Mittelpunkt stehen dabei die Wechselwirkungen zwischen Honigbienen, Pathogenen, Umweltfaktoren und imkerlicher Praxis.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Analyse und Reduktion von Winterverlusten, die eine zentrale Herausforderung für die Imkerei darstellen. Dabei werden sowohl biologische Ursachen als auch managementbedingte Faktoren betrachtet. Von besonderer Bedeutung ist die Auseinandersetzung mit viralen, bakteriellen und pilzlicher Erreger die maßgeblich zur Schwächung von Bienenvölkern beitragen können.
Im Fokus steht die Vermittlung von fundiertem, praxisrelevantem Wissen über Diagnose, Prävention und Bekämpfung wichtiger Bienenkrankheiten. Dazu zählen unter anderem virale Infektionen wie dem Flügeldeformationsvirus (DWV), bakterielle Erkrankungen wie die Amerikanische Faulbrut sowie pilzliche bzw. mikrosporidiale Erreger wie Nosema spp. Ziel ist es, Imker:innen und Interessierten einen ganzheitlichen und verantwortungsvollen Umgang mit Bienengesundheit zu ermöglichen.
Durch Vorträge, Schulungen und praxisorientierte Workshops fördert das Gesundheitsreferat den Wissenstransfer sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung moderner Konzepte der Bienengesundheit. Dabei wird besonderer Wert auf evidenzbasierte Ansätze und deren Integration in die imkerliche Praxis gelegt.
PDF: Info zur Rechtslage: Verhalten im AFB-Sperrkreis
Stand der Information: 21.04.2026
